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Virtuelles Homestaging: So verkaufen Sie leerstehende Räume schneller
Renderist Team ·
Was ist virtuelles Homestaging – und was kann es nicht?
Virtuelles Homestaging zeigt einem Kaufinteressenten schon am Bildschirm, wie ein leerer Raum mit Möbeln wirken könnte. Genau das brauchst du, wenn deine Immobilien leer stehen und Besichtigungen bisher wenig Resonanz bringen. Für die Aufnahme wird der leere Raum fotografiert und anschließend digital eingerichtet. Aus Fotografie und Visualisierung entsteht ein Bild, das wie ein normales Wohnungsfoto aussieht. Das funktioniert auch im Rohbau oder solange noch jemand in der Wohnung wohnt. Der Unterschied zum klassischen Home Staging liegt im Aufwand. Dort brauchst du Möbel, Transport und Wochen Vorlauf. Beim virtual staging lädst du Fotos hoch und bekommst die fertigen Visualisierungen nach wenigen Tagen zurück. Ein Anbieter nennt als Einstieg einen Preis ab 69 Euro pro Bild. Was dabei herauskommt, ist eine fotorealistische Ansicht, die sich von einem echt eingerichteten Foto kaum unterscheiden lässt. Weil keine Möbel vor Ort stehen, musst du auch nichts mieten, und der Effekt verfällt nicht nach Wochen. Grenzen hat die Sache dort, wo der Bestand bleibt, wie er ist. Fußböden, Wandfarben und vorhandene Möbel lassen sich nicht austauschen. Und ein digitaler Raum weckt Gefühle nur begrenzt, weil bei einer echten Besichtigung niemand vor dem Sofa steht. Sinnvoll ist das Verfahren bei Leerstand, Neubau und Objekten, die eine Renovierung brauchen. Bei verwinkelten Grundrissen wie Dachgeschossen hilft die gewählte Perspektive, damit der Betrachter den Raum überhaupt einordnen kann.Wann lohnt sich virtuelles Homestaging für Verkäufer und Makler?
Für wen sich virtuelles Homestaging rechnet, hängt weniger vom Objekttyp ab als von der Frage, was der Käufer beim ersten Blick auf die Fotos versteht. Nur etwa 20 Prozent der Menschen können sich leere Räume tatsächlich behaglich möbliert vorstellen, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die Möbelbau-Designerin Rose berichtet. Die übrigen sehen kahle Wände und ein Bad ohne Handtücher und klicken weiter. Genau dort setzt virtual Home Staging an: Möbel, Farbe und Licht erzeugen eine Raumatmosphäre, die dem Interessenten einen ersten positiven Eindruck vermittelt, selbst wenn die Immobilie als Bestandsbau schon etwas in die Jahre gekommen ist. Das gilt auch für Grundrisse, die erst auf dem Papier existieren, und für Dachgeschosse, deren Perspektive ohne Einrichtung schwer zu lesen ist. Ein Immobilienmakler sollte den Aufwand trotzdem ehrlich gegen den Nutzen stellen. Virtuelles Staging ist schneller und günstiger als echte Möbel, weil nichts vor Ort angemietet werden muss und der Effekt nicht zeitlich begrenzt ist. Ein Renovierungsbedarf lässt sich damit aber nicht wegzaubern: Böden, Wandfarben und vorhandenes Mobiliar bleiben, wie sie sind. Der Einrichtungsstil lässt sich per Klick wechseln, was bei unterschiedlichen Zielgruppen für die Vermarktung hilft. Grenzen zeigt die Technik bei der Emotion: Wer vor echten Möbeln steht, fühlt den Raum anders als vor einer Visualisierung. Die Vorteile liegen also im Tempo und in der Verständlichkeit, nicht im Ersatz für den Besichtigungstermin.
Wie viel kostet virtuelles Homestaging im Vergleich zu echtem Staging?
Beim Preisvergleich zählt nicht nur die Rechnung des Anbieters. Echtes Staging bindet Möbel, Transport und Wochen Vorlauf, bis das erste Foto im Kasten ist. Diese Posten fallen beim virtuellen Homestaging weg, weil nichts geliefert und nichts abgeholt wird. Ein Preis pro Bild wirkt deshalb niedrig, lässt sich aber nur fair beurteilen, wenn du ihn gegen den gesamten Aufwand stellst.
| Echtes Staging | Digitales Staging | |
|---|---|---|
| Vorlauf | Wochen für Möbel und Transport | Visualisierung auf Basis vorhandener Fotos |
| Laufende Kosten | Miete für Möbel vor Ort | keine Möbelmiete |
| Dauer der Wirkung | an die Mietdauer gebunden | zeitlich nicht begrenzt |
| Grenzen | volle Kontrolle über jeden Winkel | Bodenbeläge, Wandfarben und vorhandene Möbel bleiben, wie sie sind |
Für die meisten Immobilien im Leerstand rechnet sich die digitale Variante schneller, weil die Aufwertung nicht befristet ist. Das gilt auch dann, wenn du Fotos für mehrere Portale brauchst und die Bilder später noch einmal verwenden willst. Bei einem Objekt, das noch bewohnt ist, entscheidet dagegen oft der Aufwand vor Ort: Stehen Möbel im Weg, hilft auch die beste Visualisierung nicht weiter.
Prüfe vor der Entscheidung, was der Anbieter tatsächlich ändern kann. Wenn Wände oder Böden den Raum optisch drücken, löst ein digitales Bild das nicht. Lass dir ein Musterbild an einem echten Foto deiner Immobilie zeigen. Daran siehst du, ob Perspektive und Licht stimmen, bevor du den Auftrag vergibst.
Wie läuft ein virtuelles Homestaging mit KI ab?
Ein virtuelles Homestaging mit KI, also mit Software, die aus einem Foto per Bildberechnung eine Einrichtung erzeugt, beginnt mit einem einzigen Foto des leeren Raums. Aus diesem Foto erzeugt die Software in kürzester Zeit eine voll möblierte Ansicht. Du musst also nicht wochenlang Möbel besorgen, transportieren und wieder abholen. Danach folgt die Abstimmung: Stil, Farben und Licht werden so gewählt, dass eine angenehme Raumatmosphäre entsteht und der erste Eindruck der Immobilie positiv ausfällt. Genau hier setzt das virtuelle Staging an, denn der Interessent sieht den Raum nicht als leere Hülle, sondern als fertiges Zuhause. Ein Stilwechsel ist mit wenigen Klicks möglich. Beim virtuellen Homestaging zählt die Vorlage: Du lieferst ein scharfes, gut ausgeleuchtetes Foto, die Software setzt die Möbel hinein und du prüfst das Ergebnis, bevor es ins Exposé geht. Ein Anbieter nennt für ein fertiges Bild einen Preis pro Bild und liefert die Visualisierung nach eigenen Angaben in 48 Stunden. Fotorealistische Bilder in hoher Auflösung lassen sich dabei kaum von klassisch eingerichteten Fotos unterscheiden. Grenzen solltest du kennen, bevor du dich entscheidest. Bodenbeläge und Wandfarben lassen sich nicht anpassen, vorhandenes Bestandsmobiliar wird nicht entfernt. Für die digitale Aufbereitung heißt das: Das Werkzeug ergänzt, es saniert nicht. Wer ohnehin renoviert, plant die Reihenfolge so, dass die Fotos erst nach den Arbeiten entstehen.Welche Ergebnisse lassen sich mit virtuellem Homestaging belegen?
Nur rund 20 Prozent der Menschen können sich leere Räume tatsächlich behaglich möbliert vorstellen, betont Möbelbau-Designerin Rose in der Süddeutschen Zeitung. Der Rest sieht kahle Wände und nackte Bäder und blättert weiter. Genau hier setzt home staging an: Ein möbliertes Zimmer wirkt auf dem Foto sofort einladender, und das Interesse an der Anzeige steigt spürbar. Eine Studie des Psychologischen Instituts der Universität Mainz zeigt allerdings, dass möblierte Zimmer als höher, aber auch als weniger geräumig empfunden werden. Die Wirkung ist also nicht automatisch besser, sie verschiebt sich. Für dich heißt das: Die digitale Einrichtung ersetzt kein Gefühl für den Raum, sie lenkt den Blick. Wie stark der Effekt wirtschaftlich ausfällt, belegt eine amerikanische Maklerumfrage, über die onOffice berichtet. Zwei Drittel der Immobilien waren nach dem Home staging bereits nach vier Wochen verkauft, bei 15 Prozent der Objekte gab es schon nach den ersten Besichtigungsterminen feste Kaufzusagen. Bei einem Fünftel der Verkäufe lag der erzielte Preis bis zu 20 Prozent über dem Angebotspreis. Diese Zahlen stammen aus dem US-Markt, also aus den Vereinigten Staaten, und lassen sich nicht eins zu eins auf deutsche Immobilien übertragen. Sie taugen als Orientierung, nicht als Zusage. Ein weiterer Punkt wiegt im Alltag oft schwerer: Digitale Visualisierungen wecken laut onOffice nur bedingt Emotionen, weil die ausgewählten Möbel beim persönlichen Termin nicht wirklich im Raum stehen. Wer den Käufer vor Ort überzeugen will, plant den Besichtigungstermin deshalb genauso sorgfältig wie die Bilder.
Wo stößt virtuelles Homestaging an seine Grenzen?
Ein virtuelles Homestaging stößt dort an seine Grenzen, wo der Raum selbst nicht stimmt. Bodenbeläge und Wandfarben lassen sich mit den gängigen Werkzeugen nicht ändern, und vorhandene Möbel verschwinden nicht einfach aus dem Bild.
Wer eine verwinkelte Dachwohnung oder ein möbliertes Bestandsobjekt inseriert, muss also vorher entscheiden: reicht die digitale Arretierung, oder braucht es echte Handarbeit vor Ort? Diese Entscheidung kostet weniger Zeit als die Nachbearbeitung eines Bildes, das den Raum falsch zeigt.
Ein weiterer Punkt betrifft die Gefühlsebene. Bei einer persönlichen Besichtigung stehen die ausgewählten Möbel tatsächlich im Raum, und genau das löst etwas aus. Digitale Bilder schaffen das oft schwerer, auch wenn sie fotorealistisch wirken.
Hinzu kommt die Frage der Genauigkeit. Eine Studie des Psychologischen Instituts der Universität Mainz zeigt, dass möblierte Zimmer als höher, aber auch als weniger geräumig wahrgenommen werden. Wer die Immobilien mit digitalen Bildern bewirbt, sollte solche Effekte kennen.
Die Grenzen liegen also nicht in der Technik allein, sondern in der Erwartung. Ein digitaler Entwurf ersetzt keine echte Besichtigung, er bereitet sie vor. Wer das offen kommuniziert, vermeidet Enttäuschungen beim ersten Termin.
Pytania czytelników
Muss ich als Verkäufer kennzeichnen, dass die Möbel nicht real sind?
Ja, du solltest die virtuelle Einrichtung klar benennen, etwa im Exposé oder direkt am Bild. Sonst entsteht beim Käufer ein falscher Eindruck von der Ausstattung, und das fällt spätestens bei der Besichtigung auf. Sag dazu, welche Räume digital möbliert wurden und dass die Möbel nicht Teil des Verkaufs sind.
Eignet sich virtuelles Homestaging auch für eine bewohnte Wohnung?
Ja, die digitale Variante funktioniert auch, wenn die Immobilie noch bewohnt ist oder sich erst im Rohbau befindet. Du fotografierst die Räume und lässt sie am Bildschirm einrichten, statt sie vorher auszuräumen. Bei bewohnten Wohnungen musst du allerdings mit vorhandenen Möbeln und persönlichen Dingen im Bild rechnen.
Kann ich die Möbel im virtuellen Bild später noch austauschen?
Ja, der Stil lässt sich mit wenigen Klicks ändern, sodass du verschiedene Einrichtungen für dieselben Räume bekommst. Das hilft, wenn du unsicher bist, ob eine helle oder eine dunklere Variante besser ankommt. Du zeigst die Alternativen am besten nur im internen Vergleich und stellst online eine Version ein.
Was kostet ein virtuell möbliertes Foto?
Ein Anbieter nennt einen Preis ab 69 Euro pro Bild bei einer Fertigstellung in 48 Stunden; andere arbeiten mit 1 bis 3 Werktagen. Was du am Ende zahlst, hängt von der Zahl der Bilder und vom Anbieter ab. Hol dir vor der Beauftragung ein Angebot für genau die Räume ein, die du zeigen willst.
Kann ich damit auch alte Böden oder Wandfarben kaschieren?
Nein, virtuelles Homestaging ändert keine Bodenbeläge und keine Wandfarben, und vorhandene Möbel lassen sich damit nicht entfernen. Rechne bei abgenutzten Böden oder vergilbten Wänden mit einer echten Renovierung oder zumindest einer Reinigung vor dem Fototermin. Alles, was im Rohfoto steht, bleibt auch im fertigen Bild sichtbar.
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